Tor der Woche

620 Jugendliche Flüchtlinge in Bremen ohne Schulzugang

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Bisher war die Aussage des Senats - auch auf meine Nachfragen in der Bürgerschaft - das im Prinzip alle ausländerrechtlich registrierten und beim Einwohnermeldeamt gemeldeten Jugendlichen nach kurzer Frist einer Schule für die so geannten Vorkurse zugeteilt werden. Über die in der Regel halbjährigen Vorkurse sollten sie nach und nach - je nach Sprachstand - in die Regelklassen aufgenommen werden.

 

Nun kommt der Offenbarungseid in Form einer erschütternd hohen Zahl von 620 Jugendlichen, die bisher noch kein Schulportal durchschritten haben und in ihren Unterkünften immer hoffnungsloser auf den Zugang zum Unterricht warten.

 

Ein Integrationskonzept ist aber immer nur so gut, wie es auch tatsächlich in Realität umgesetzt wird. Papier erzeugt weder bei den Flüchtlingen noch bei der einheimischen Bevölkerung  Integrationsfortschritte.

 

Bei meinen Gesprächen mit geflüchteten Jugendlichen ging es immer nur um zwei Sehnsüchte: Endlich in die Schule gehen und die Familie wieder um sich haben. Für den Schulzugang ist Bremen verantwortlich. Den Familiennachzug torpediert gerade die Bundesregierung.

 

Nachdem die Fakten in Form von exakt nach Flüchtlingsunterkunft erhobenen Zahlen von Jugendlichen, die nicht beschult werden, jetzt vorliegen, müssen umgehend Taten folgen. Weitere Vorkurse müssen eingerichtet werden und die Jugendlichen müssen endlich einen Platz inmitten ihrer gleichaltrigen MitschülerInnen bekommen.

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