Tor der Woche

Offener Brief an den Grünen Landesvorstand Bremen

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Ihr habt euch entschieden,

 

  • die ersten drei Listenplätze für die Wahl im Mai 2019 im April 2018 vorab faktisch zu vergeben, ohne dafür ein Mandat zu haben. Ihr wisst ganz genau, was faktisch heißt, weil darauf setzt das ganze Vorgehen ja,

 

  • Senatorinnenposten für die Zeit nach der Wahl 2019 - ohne irgendeinen Vollmacht dafür zu besitzen - jetzt ebenfalls zu vergeben, obwohl weder eine Bürgerschaftswahl durchgeführt, noch die entsprechenden Stimmen errungen, noch Koalitionsentscheidungen gefällt oder Koalitionsverhandlungen geführt noch ein Koalitionsvertragsentwurf vorgelegt wurde, woran sich normalerweise die Ressortzuschnitte und -besetzungen orientieren,

 

  • die falsche Spitzenkandidatin für 2019 ausgewählt und

 

  • gleich noch eine Spitzenkandidatin für 2023 ausgerufen, bis dahin dürfen dann auch die jetzt 11-Jährigen wählen.

 

All dies ohne Befragung/Wahl der Mitglieder oder irgendeine andere Partizipationsform im völligen Alleingang.

 

Ich werde mich als Reaktion darauf vorläufig auf meine Arbeit als Abgeordneter der Fraktion (dafür wurde ich gewählt) und meine Mitarbeit in der LAG und der Stadtteilgruppe Findorff beschränken. Dort wo, wie in der LAG und der Stadtteilgruppe, Mitglieder sich als SprecherInnen, Beiratsmitglieder oder aktive Teilnehmende ernsthaft in der Sache engagieren, wäre eine Reaktion auf diesen Irrsinn am wenigsten angebracht. An Zuarbeit zum LaVo in Form von Programmerstellungs- oder Wahlkampfaktivitäten beteilige ich mich vorerst nicht mehr. Alles andere muss ich noch einen Moment auf mich wirken lassen. 34 Jahre Parteimitgliedschaft aus Überzeugung sind eine ganze Menge.

 

Matthias Güldner

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