Tor der Woche

Quo vadis - USA?

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Eindrücke einer Reise nach Colorado

"IF YOU CAN'T STAND BEHIND OUR TROOPS - FEEL FREE TO STAND IN FRONT OF THEM". Der auf dem Autoaufkleber abgebildete Scharfschütze macht zusätzlich deutlich, was mit denen geschehen wird, die sich Militarismus und Patriotismus verweigern wollen.

 

Was auf diesem Autoaufkleber in den Rocky Mountains, auf zahlreichen T-Shirts und Plakaten und in den keynote speeches des Gouverneurs von New Jersey, Cris Christie, und des Vizepräsidentenkandidaten Pual Ryan auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner zum Ausdruck kommt, hat Barak Obama auf einer Wahlkampfveranstaltung dieser Tage so ausgedrückt: "Eigentlich erwartet man, dass solche Statements im Schwarz-Weiß-Fernsehen gezeigt werden, so rückwärtsgewandt scheint das alles.

 

Gut, dass auf der Reise auch das andere Amerika zum Vorschein kommt. Zum Beispiel ein durchaus zunehmendes ökologisches Bewußtsein, das den Klimawandel ernst nimmt und sich in immer mehr Fahrrädern, Bussen und Straßenbahnen in der Innenstadt ausdrückt. Zum Beispiel das in Deutschland zwar arg strapazierte aber keineswegs überall praktizierte Schlagwort der Transparenz, die sich in fast grenzenlosem Zugang zu öffentlichen Akten und Vorgängen und in vollständig dokumentierten und im Fernsehen und Internet einsehbaren Gremiensitzungen zeigt. Zu Gast im Stadtrat von Denver konnte ich diese Transparenz miterleben, wo die wichtigsten Inhalte jeder Vorlage elektronisch und in Papierform auch dem Publikum zugänglich waren und alle - auch interne - Sitzungen von Ausschüssen und Verwaltungsgremien mitgeschnitten und ins Internet gestellt werden.

 

Kurzum, wie in den Wahlumfragen abzulesen, ein Land, das sich nicht zwischen ultra-reaktionärem und wenigstens milde fortschrittlichem Weg entscheiden kann. Mit vielen hoch engagierten Menschen und einer viel zu großen Menge von Hohlköpfen.

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